#1

Rosmarin

in Kräuter 28.01.2010 10:31
von Sachse | 10.000 Beiträge

Rosmarin im Garten – vielseitig einsetzbar


Der Rosmarin ist eine mehrjährige Pflanze, die bis zu zwei Meter hoch werden kann und für ihren angenehmen Duft und ihre Verwendung als Gewürz bekannt ist. Die Blätter haben ein bitter-würziges Aroma und können sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden und eignen sich zum Würzen vieler Fleisch- und Gemüsegerichte. Als Heilpflanze wirkt Rosmarin aufgrund seines Gehaltes an ätherischen Ölen ausgleichend auf Kreislauf und Nerven; ein Tee aus Rosmarinblättern hilft bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit. Als Badezusatz ist die Pflanze außerdem eine wirkungsvolle Hilfe gegen Rheuma und Kreislaufbeschwerden.

Möchte man diese vielseitige, angenehme Pflanze im eigenen Garten anbauen, sollte man einen sonnigen Platz mit lockerer, durchlässiger und humoser Erde zur Verfügung haben. Leider überlebt der Rosmarin den Winter in mitteleuropäischen Gefilden oftmals nicht. Möchte man ihn überwintern, sollte man ihn schützend abdecken. Es gibt heutzutage aber auch Sorten, denen die Winterkälte nichts ausmacht.

Man kann ihn auch in Pflanzkübeln ziehen, auf offenem Boden im Garten gedeiht er aber besser. Vermehrt wird die Pflanze entweder durch Stecklinge oder durch Aussaat.

Von Mai bis Juli erscheinen auf dem Rosmarin schöne, kleine, violette Blüten mit weicher Struktur. Die Blüten ähneln denen der Taubnessel. Nachdem er geblüht hat, sollte man den Strauch gründlich stutzen.


Da gänndsch bleede wär`n!
zuletzt bearbeitet 24.10.2010 11:47 | nach oben springen

#2

RE: Rosmarin

in Kräuter 24.10.2010 11:44
von LadyShakees (gelöscht)
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Rosmarin gehört zu den Lippenblütlern, welche sich fast alle, neben den lippenförmigen Blüten,
durch einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen auszeichnen und intensiv riechen.
Bekannte andere Vertreter der Lippenblütler sind z.B. Salbei, Minze, Lavendel oder die Melisse.

Rosmarin ist in den warmen Mittelmeergebieten heimisch.
In Deutschland wird Rosmarin als Gewürzpflanze kultiviert.
Nur in den Wärmegebieten Deutschlands verwildert der Rosmarin, da er nicht völlig winterhart ist.
Er ist empfindlich gegen strengen Frost. Rosmarin findet sich an sonnigen, geschützten Standorten.
Bevorzugt besiedelt er warme, leichte, kalkhaltige Böden mit vielen Humusanteilen.
Typischerweise sieht man ihn auf Trockenrasen oder in Felsenrasenbereichen.

Rosmarin ist eine stark duftende, ausdauernde, dichte Strauchpflanze und erreicht eine Wuchshöhe von 0,8 – 2 Meter.
Die oft verzweigten, wollig behaarten Stängel verholzen schnell. Die festen, immergrünen Blätter sind schmal lanzettlich, ganzrandig. Sie sind stiellos, direkt am vierkantigen Stängel sitzend.
Der Blattrand ist nach unten eingerollt . Die Stängel und Blattunterseite sind mit weißen Haaren dicht besetzt.

Die Blätter sind ca. 3 cm lang und 4 mm breit. Sie sind runzelig und weisen eine starke Mittelfurche auf.

Die hellblauen, gestielten Blüten stehen in 5 – 10 Blüten umfassenden rispenartigen Blütenständen.
Sie erscheinen in den Blattachseln der immergrünen Blätter im mittleren und oberen Pflanzenbereich.
Der zweilippige Kelch ist glockenförmig. Die Oberlippe ist ganzrandig mit 3 kurzen Zähnen.
Zwei lange Staubblätter ragen aus der Blüte hervor. Die zweilippige Blütenkrone ist 10 – 12 mm lang.
Die glatten Teilfrüchte sind eiförmig gebaut.



Rosmarin ist eine bekannte Gewürz- und Arzneipflanze.
Eingesetzt werden die Blätter (Rosmarini folium) und das gewonnene Öl (Rosmarini aetheroleum).
Rosmarin ist reich an ätherischen Ölen. Im ätherischen Öl des Rosmarin findet sich Cineol, Campher, Borneol,
sowie Rosmarinsäure und diverse Bitterstoffe. Das Öl wird aus den Blättern und Stängeln gewonnen.

Das Öl wird äußerlich (zur Durchblutungsförderung) angewandt für Einreibungen und Bäder bei rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen. Die innerliche Anwendung ist besonders bei Verdauungsstörungen (krampflösend), Blähungen, Erschöpfungszuständen und Kreislaufbeschwerden angezeigt. Während der Schwangerschaft sollten keine Zubereitungen aus Rosmarin eingenommen werden.

In der Volksmedizin wird Rosmarin bei Ekzemen und schlecht heilenden Wunden in Form von Umschlägen eingesetzt.
Grundlage dazu sind die antiseptischen Eigenschaften der ätherischen Öle des Rosmarins
Die Blätter riechen streng aromatisch bis campherartig. Sie schmecken stark würzig bis scharf.

Die Blütezeit des Rosmarins in Deutschland liegt zwischen März und Mai.

Für Teeaufgüsse sollte eine Tagesdosis von 6 – 8g Rosmarinblätter nicht überschritten werden, entsprechendes gilt für 20 Tropfen ätherisches Öl und 50g Blätter für Bäder.

Bei der Nutzung von Rosmarin im eigenen Garten, sollte man ihn am besten in einen Topf pflanzen und diesen im Winter frostgeschützt stellen (z.B. Gewächshaus etc.).
Die Ernte der Blätter oder der Blattspitzen kann das ganze Jahr über erfolgen,idealerweise jedoch während der Blütezeit.

Als Gewürz wird Rosmarin sehr weit verbreitet in Form der frischen Blätter (Nadeln) oder Blattspitzen genutzt. Besonders zu Fleisch und Geflügel passt Rosmarin sehr gut. Die typischen küchenüblichen Mengen sind weitgehend wirkungslos und können unbedenklich verwendet werden. Die Blätter schmecken getrocknet deutlich stärker aromatisch, als im frischen Zustand und müssen daher niedriger dosiert werden. Die Trocknung darf aber nicht in der Sonne stattfinden, da dann die ätherische verloren gehen.


zuletzt bearbeitet 24.10.2010 11:47 | nach oben springen

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