Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Nordamerika, als Stammpflanze gilt Cucurbita texana.
Sie wird in Europa in Gärten oder als Feldfrucht angebaut. Der einjährige Kürbis bildet meterlange,
sich verzweigende Ranken, die klettern können (Rankenkletterer), aber meist am Boden liegend gezogen werden.
Er ist ein Flachwurzler und gehört zu den Kurztagspflanzen.
Der Stängel ist hohl, an ihm sitzen die wechselständigen, gelappten und rauhen Blätter.
Aus den Blattachseln entspringen die getrenntgeschlechtlichen Blüten, die Pflanze selbst ist einhäusig.
5 goldgelbe, miteinander verwachsene Blütenblätter bilden eine trichterförmigen Blüte, die weibliche Blüte ist an ihrem unterständigen, kugeligen Fruchtknoten erkennbar.

Sie ist auf Fremdbefruchtung angewiesen und lockt Bienen und Hummeln mit reichlich Nektar an.
Danach entwickelt sich eine gerippte oder glattschalige Frucht, die beim Riesenkürbis bis fast 500kg schwer werden kann,
im Schnitt aber zwischen 1-10kg wiegt. Je nach Art kann die Schale blassgelb, grüngesprenkelt bis hin zu leuchtend orange gefärbt sein.
Botanisch gesehen handelt es sich dabei um eine große Beere, jedoch hat sich dieser Begriff umgangssprachlich nicht durchgesetzt. Das Fruchtfleisch ist gelblich bis kräftig orange, in der Mitte befinden sich die Samen, eingebettet in faserigem Fleisch.
Die Kürbisfamilie bietet viele Arten mit entsprechenden Sorten. So gehört auch die Zucchini zu Cucurbita pepo, ebenso die Zierkürbisse. Durch Züchtung wird die Kürbisfamilie immer größer. Kulturarten haben klangvolle Namen wie gelber und grüner Zentner, Hokkaido, Butternut usw.

Die Samen sind eine gesunde, allerdings kalorienreiche Knabberei.
Das leicht süßlich schmeckende Fruchtfleisch kann in vielerlei Form zubereitet werden - gebacken, gedünstet, als Suppe, Kuchen, Gemüse, Chutney usw. und auch die Blüten werden in der Feinschmeckerküche immer beliebter.
Als besonders wertvoll gilt der steirische Ölkürbis, aus dessen Samen das grüngelbe Kürbiskernöl gewonnen wird
und das vielen Speisen erst den richtigen Pfiff gibt.
Winterkürbisse sind sehr gut lagerfähig.
Beliebt sind in den letzten Jahren die Halloweenkürbisse geworden, die traditionell in den angloamerikanischen Ländern
in der Nacht zum 1. November (Halloween) aufgestellt werden.
Dabei wird die Frucht ausgehöhlt und in die Schale ein Fratzengesicht geschnitzt.
Das Ganze wird dann von innen mit einer Kerze beleuchtet und soll die in dieser Nacht
besonders aktiven (bösen) Geister abschrecken.
Der Brauch geht auf keltische Traditionen zurück. Auch Thanksgiving (Erntedankfest) ist neben dem obligatorischen Puter
nicht ohne Kürbisgerichte denkbar.
Zierkürbisse sind nicht eßbar, sie enthalten zuviel Cucurbitacin und können Übelkeit und Erbrechen auslösen.Quelle: Udelgard Körber-Grohne, Nutzpflanzen in Deutschland von der Vorgeschichte bis heute, Nikol-Verlag, Hamburg
Richard Willfort, Das große Buch der Heilkräuter, Nikol-Verlag, Hamburg
Bruno Vonarburg, Homöotanik, Band 2 - blütenreicher Sommer, Haug Verlag, Heidelberg