#1

An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 21.12.2009 17:27
von Sachse | 10.000 Beiträge

An- und Aufbauten mit Genehmigung


Für alle Aufbauten im Garten muss ein schriftlicher Genehmigungsantrag beim Territorialverband "Sächsische Schweiz" gestellt werden.

Dies gilt für alle Aufbauten, die allein durch ihr Gewicht mit dem Boden verbunden sind, wie Neubauten von Lauben in Holz- oder Steinbauweise, nachträglich errichtete überdachte Freisitze, Zierwasserteiche, Gewächshäuser, Pergolen und Dicht- oder Lamellenzäune..

Zusätzlich zur Gartenlaube sind nach dem Bundeskleingartengesetz keine Gerätehäuser oder –Schuppen aus Mauerwerk, Holz oder Blech gestattet.

Geduldet werden kleine Kindergeräte (Schaukeln, Rutschen, Spielhäuser, Planschbecken, Sandkasten) und Tomatenschutz, soweit sie bei einem Pächterwechsel vom Nachpächter übernommen werden.

Pächter ohne Genehmigung sind durch den Vorstand abzumahnen, Andernfalls erfolgt die Abmahnung durch den Territorialverband "Sächsische Schweiz".

Admin Sachse


Da gänndsch bleede wär`n!
zuletzt bearbeitet 15.01.2010 16:17 | nach oben springen
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#2

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 18.08.2010 12:07
von Gast (gelöscht)
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Dieser Beitrag interessiert mich sehr, wir haben sehr schmale Parzellen, also man eckt sehr schnell mit dem Nachbarn an. Bei uns wird der Bauantrag nur vom Vorstand bestätigt. Alles wird bis jetzt sehr locker gehandhabt, was allerdings auch zu sehr vielen Nachbarschaftstreitigkeiten führt.
z.B. bis an die Grenze bauen (mit oder ohne schriftliche Genehmigung des Nachbarn)
Was für mich bisher ein Unding war, mein Nachbar hat sich bei seinem Fertigteil Geräteschuppen vermessen, er hat 30cm über die Grenze auf mein Grundstück gebaut. Grenzüberbau gibt es in keiner Bauordnung.
Nachbarschaftsstreitigkeiten können einen den ganzen Spaß vermiesen.
Man möchte ja in der Kleingartensparte auch kein Nestbeschmutzer sein.


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#3

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 18.08.2010 12:38
von Sachse | 10.000 Beiträge

Hallo Gert,

Das ist eine ganz heikle Sache,vor allen Dingen, wenn man "Neuer" ist.Man will es sich ja nicht sofort mit einem Nachbarschaftsstreit anfangen.
Ein ähnliches Problem hatte ich auch.Ich war unbeabsichtigt der "Bösewicht" mit der Übernahme meines jetzigen Pachtlandes .Der Vorpächter meines Kleingartens hatte 2 m hohe Holzpalisaden am Grundstückes des Nachbarn errichtet.Zu dieser Zeit,waraber das Grundstück nicht verpachtet.
Wie es die Zeit will fand sich auch ein Kleingärtner für diese Scholle und bei der Begehung /Übergabe wurde der "Zaun" bemängelt.Zu meinen Glück hatte der Nachbar ein Einsehen und Verständnis für mein "Sichtschutz"(damit hatte ja auch etwas davon).Es wurde sich dahingehend geeinigt,das ich ein paar Cent für ein Flurstreifen seine Grundstückes mehr im Jahr an Pacht bezahlen muss.
Natürlich wäre ich im Unrecht gewesen,will damit Dir sagen,versuche, wenn es Dich massiv stört erst mal mit deinem Nachbarn,bei einem "Bierchen",zu reden.
Der Vorstand müsste eigentlich dagegen vorgehen und einen Rückbau fordern.

Fazit:Erst mal mit gesunden Menschenverstand Klärung suchen,denn nicht ist schlimmer ,als Streit in eine "Wohlfühl-Oase" mit dem Nachbarn.

Links:

http://www.kleingartenvereine.de/recht/sachsen/ro_lsk.html

http://lsk-kleingarten.de/page/rechtseck...baugenehmigung/

http://st.juris.de/st/BauO_ST_2005_P60.htm


Da gänndsch bleede wär`n!
zuletzt bearbeitet 19.08.2010 12:00 | nach oben springen
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#4

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 19.08.2010 11:53
von Gast (gelöscht)
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ja ich hatte auch erwartet das der Vorstand die Gesetze durchsetzt und auf die Regeln achtet.

Vielen Dank für die Links

aber wo es keinen Kläger gibt, gibt es keinen Verklagten und wer klagt ist der Böse


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#5

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 19.08.2010 11:58
von Sachse | 10.000 Beiträge

Zitat

aber wo es keinen Kläger gibt, gibt es keinen Verklagten und wer klagt ist der Böse



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#6

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 20.08.2010 18:55
von Gast (gelöscht)
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Ich hab mal eine Frage- vielleicht das jemand.
Wo setzt man eine Hecke zum Nachbarn- darf die genau an die Grenze gesetzt werden, oder muß man einen gewissen Wachstumsraum einberechnen. Wenn ich sie genau an die Grenze setzt- nimmt das ja den Nachbarn einen halben Meter ca. weg- die wachsen ja- und wie schneide ich die dann am Nachbarsgrundstück. Wie öfters schon gesehen- setzt fast jeder anstatt einen Zaun Thujen- deshalb würde mich da interessieren.
Nur zum Verständnis- es betrifft nicht mich- ist nur so eine allgemeine Frage.


zuletzt bearbeitet 20.08.2010 18:56 | nach oben springen
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#7

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 21.08.2010 08:05
von Gast (gelöscht)
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Hallo Flower,

hast ja die Antwort schon fast selbst geschrieben. Auch wenn du mit deinem Nachbarn vieleicht jetzt gut bist, muss das ja nicht ewig so bleiben.
Was zum Nachbarn wächst gibt immer irgendwann ärger, pflanze sie so das du sie auf deinem Grundstück auch schneiden kannst.
Oder ihr plant gemeinsam eine Grenzhecke und jeder schneidet seine Seite, mach das aber schriftlich.

Viel Spass


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#8

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 21.08.2010 09:52
von Sachse | 10.000 Beiträge

Für Deutschland

In vielen Bundesländern gelten für Hecken andere Regelungen als für freistehende Bäume.
Wie hoch eine Hecke bei einem gewissen Grenzabstand wachsen darf, richtet sich grundsätzlich nach dem jeweiligen Nachbarrechtsgesetz, wobei für angrenzende landwirtschaftlich genutzte oder bewaldete Flächen oftmals Sonderregelungen bestehen.
Abgesehen von regionalen Unterschieden, sind bei einer Anlage mit Heckenpflanzen in der Regel Grenzabstände von mindestens 50 Zentimetern bei einer Wuchshöhe von bis zu zwei Metern einzuhalten.
Allgemein gilt, das eine Hecke umso höher wachsen darf, je weiter sie von der Nachbarsgrenze entfernt steht.
Wird eine Hecke direkt auf Grundstücksgrenze gepflanzt, so gilt sie nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als Grenzeinrichtung.
In diesem Fall ist die gemeinschaftliche Pflege einer solchen Hecke von beiden Grundstückseigentümern zu übernehmen.
Aus diesem Grunde darf eine Hecke als natürliche Grundstücksabgrenzung auch nur in beiderseitigen Einvernehmen der jeweiligen Grundstückseigentümer errichtet werden


Da gänndsch bleede wär`n!
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#9

RE: An- und Aufbauten mit Genehmigung

in Garten & Nachbarschaftsrecht 24.08.2010 06:51
von Gast (gelöscht)
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Ja und wenn die Hecke in einer Sparte ist musst Du noch beachten das die Hecke zwischwn den Gärten nicht höher als 80 cm und zum Weg nicht höher als 1,20 m sein darf. Wir haben ausserdem noch eine Thuja Hecke als Spartenbegrenzung. Die darf nicht höher sein als die Laube. Wenn Du freistehende Lebensbäume oder Zuckerhutfichte hast darf sie nicht höher als 2 m sein.


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